Die Ursache von Schweißfüßen

Ursache von Schweißfüßen

Schweißfüße sind ein unangenehmes Thema. Nicht jeder bemerkt, dass er Schweißfüße hat aber wenn es dann einmal soweit ist möchte man nurnoch so schnell wie möglich die Schuhe anziehen und das Weite suchen. Schweißfüße sind ein Problem von dem fast die Hälfte der Deutschen betroffen sind und dementsprechend hoch ist die Nachfrage danach. Aber wodurch entstehen überhaupt Schweißfüße? Und wieso stinken Schweißfüße? In diesem Artikel möchte ich darauf antworten geben.

Wieso schwitzen die Füße unkontrolliert?

Eine Überfunktion der Schweißdrüßen wird als Hyerhidrose bezeichnet und kann auch an den Füßen vorkommen.
Eine Überfunktion der Schweißdrüßen wird als Hyerhidrose bezeichnet und kann auch an den Füßen vorkommen.

Schwitzen ist eine tolle Errungenschaft der menschlichen Evolution. Schweiß kühlt unseren Körper bei Anstrengung und Hitze und sorgt dafür, dass wir nicht nur einen kühlen Kopf sondern einen kühlen Körper bewahren. Leidet man unter Bromhidrosis (medizinisch für Schweißfüße) dann schwitzen die Füße auch ohne Anstrengung und das unkontrolliert.

Besonders betroffen davon sind eher die Männer als die Frauen. Eine Sache vorweg: Die Ursache ist hauptsächlich genetischen Ursprungs und Schweißfüße treten nicht einfach auf. Oft hängen aber auch die Hormone damit zusammen und so kann es während der Pubertät oder den Wechseljahren zu einem Ausbruch kommen.

Die Anatomie der Füße

Dass Füße im Normalfall fünf Zehen und eine Ferse haben sollte den meisten bekannt sein. Ich möchte aber kurz auf eine andere Besonderheit der Füße kommen: Die Schweißdrüßen.

Die Schweißdrüßen an den Füßen sollen uns eigentlich ermöglich besser barfuß zu laufen.
Die Schweißdrüßen an den Füßen sollen uns eigentlich ermöglich besser barfuß zu laufen.

Der menschliche Körper oder besser gesagt die Haut des Menschen hat zwei verschiedene Typen von Schweißdrüßen. Die ekkrine und die apokrine Schweißdrüsen. Die ekkrine Schweißdrüßen sind dafür verantwortlich, dass der Wärmehaushalt im Körper funktioniert, sie sondern also Schweiß ab wenn wir uns bewegen oder uns heiß ist.

Die apokrine Schweißdrüßen dienen einem ganz anderen Zweck, nämlich dem dass sie Duftstoffe abgeben und sind daher für unseren Körpergeruch verantwortlich. Aus diesem Grund werde ich nicht weiter auf diese eingehen.

Interessant für uns im Bezug auf Schweißfüße sind die ekkrine Schweißdrüßen. Der Mensch bestitzt etwa 2 bis 3 Millionen dieser Schweißdrüßen. Die wenigsten hat er am Oberschenkel mit etwa einhundert Stück pro Quadratcentimeter (!). Und – wer hat es erraten? – am meisten an den Fußsohlen mit 600 Stück pro Quadratcentimeter.

Wer jetzt also eher gedacht hätte die meisten Schweißdrüßen befindet sich unter den Achseln etwa lag hier falsch. Der Grund für die hohe Anzahl an den Fußsohlen ist diese, dass der Körper eine Möglichkeit gesucht hat wie unsere Ahnen besser zu Fuß laufen konnten. Sind die Fußsohlen leicht feucht haften sie eben besser auf einem Untergrund.

Eine Überfunktion der Schweißdrüsen führt zum Schweißfuß

Mit Schweißfüßen in Gummistiefel? Eine unangenehme Erfahrung
Mit Schweißfüßen in Gummistiefel? Eine unangenehme Erfahrung

Wer am ganzen Körper zuviel schwitzt der leidet an einer Hyperhidrose. Beim Schweißfuß handelt es sich also um eine lokale Hyerhidrose. Die genauen Ursachen dafür sind noch nicht erforscht aber man geht davon aus, dass es sich einerseits um eine Überaktivität der Nerven (im Fuß) handelt und anderseits an deutlich größer ausgesprägten Schweißdrüsen.

Von einer Überfunktion, also Schweißfüßen, spricht man in fachkreisen ab einer menge von 50mg Schweiß pro Minute und das pro Fuß (!).

Viele Menschen haben vor allem während der Pubertät Probleme mit den Schweißfüßen da hier die Hormone sich nicht nur im Verhalten und im Hautbild (Pickel, Akne etc.) zeigen sondern auch in vermehrten Schweißbildung und auch Duftstoffen.

Probleme und Beschwerden durch Schweißfüße

Wer Schweißfüße hat kennt die Probleme und Beschwerden nur zu gut.

Im Winter schwitzen die Füße obwohl es kalt und ist und in geschlossenen Winterschuhen friert man besonders schnell. Trotz der Kälte schwitzen die Füße und es ist als wäre man in eine Pfütze getreten. Aber auch im Sommer wird es unangenehm wenn die Füße in den Flip-Flops und Badelatschen rumrutschen und unangenehme Quietsch-Geräusche absondern.

Besonders unangenehm wird es wenn die Füße nicht nur schwitzen sondern auch stinken – der bekannte Begriff „Käsefüße“ trifft es hier sehr passend. Der Begriff „Käse“ ist übrigens sehr passend denn die Bakterien die durch die Schweißfüße Zersetzt werden sind die gleichen die bei der Käseproduktion anfallen und daher kommt es zu einem ähnlichen Geruch.

Problematischer wird es für Betroffene wenn Probleme mit Pilzinfektionen auftreten. Laut aktuellen Untersuchungen liegt hier die Erkrankungsrate über drei mal so hoch wie bei Personen die nicht unter Schweißfüßen leiden.